Erster 3-Phasentag – ein gelungenes Modell

Am 08. November trafen sich Vertreter:innen aller drei Phasen der Lehrkräftebildung im Erbacher Hof in Mainz.


Die engere Vernetzung der Verantwortlichen in der Lehrkräftebildung, Universitäten, Studienseminare, Fortbildungsangebote wird häufig als Desiderat benannt und beklagt. Am Beispiel der Fächer Evangelische und Katholische Religion wurde zu dieser Vernetzung nun der erste wichtige Schritt getan. Er könnte durchaus für andere Fächer Modell stehen.

Mit finanzieller Unterstützung der Landeskirchen und Bistümer in Rheinland-Pfalz hatten die beiden Fortbildungsinstitute EFWI und ILF eingeladen.
Anlass war, dass seit dem Schuljahr 2022/23 die Konfessionelle Kooperation im Religionsunterricht modellhaft erprobt wird. Das stellt neue Anforderungen an Studienangebote, an Referendariat und Fortbildungsangebote.

Unter dem Thema „Konfessionelle Kooperation – Entwicklungen und Anforderungen in Studium, Referendariat sowie Fort- und Weiterbildung“ kamen über 30 evangelische und katholische Vertreter*innen der Universitäten Koblenz, Landau, Trier, Mainz, Saarbrücken, Fachleiter*innen aus den Studienseminaren und mit der Thematik befasste Referent*innen bzw. Fortbildner*innen aus den Landeskirchen und Bistümern in Rheinland-Pfalz und dem Saarland zusammen.

Das gesetzte und in einer kommunikativ-konstruktiven Arbeitsatmosphäre erreichte Ziel war eine Bestandsaufnahme und gegenseitige Kenntnisnahme dessen, wie sich die Konfessionelle Kooperation bereits zum jetzigen Zeitpunkt in den Angeboten und Planungen der 3 Phasen niederschlägt.
Darüber hinaus wurde eine stärkere regionale Vernetzung der jeweiligen “Player” an den Universitäten, Studienseminaren und den kirchlichen Verantwortlichen für die Fort- und Weiterbildung angeregt und angebahnt.
Gemeinsam wurde an der Frage gearbeitet, wie die Angebote der 3 Phasen so aufeinander abgestimmt und koordiniert werden könnten, dass für die Zielgruppen “rote Fäden” sichtbar werden. Es war Raum, zu diskutieren, wie die jeweiligen Phasen ihre spezifische Aufgabe sehen und welche Wünsche und Erwartungen an die jeweils anderen Phasen bestehen.

Die Erprobung der Konfessionellen Kooperation war der Anlass, der inhaltliche Ertrag ging aber an vielen Stellen über diesen Anlass hinaus. Das gilt einerseits für den Blick auf den Religionsunterricht insgesamt. Zudem wurden grundsätzliche Schwierigkeiten mit der neuen Struktur der Praktika für angehende Lehrkräfte von allen Seiten konstatiert und eine Weiterleitung dieser Kritik an die Verantwortlichen vereinbart. Darüber hinaus wurde das genauere Hinsehen auf die jeweils anderen Phasen insgesamt als Gewinn erlebt. Zu erfahren, wer da alles im Feld unterwegs ist, welche Gedanken und Ideen an den jeweiligen Orten leitend sind, welche Hürden und Herausforderungen es in jeder Phase zu bewältigen gilt, das hat gegenseitiges Verstehen und Verständnis befördert, zur Ausschärfung des je eigenen Aufgabenprofils beigetragen und Möglichkeiten der Synergie sowie der gegenseitigen Bereicherung aufscheinen lassen.

Das Vorbereitungsteam (Dr. Anja Angela Diesel, Hartmut Göppel, Lisa Kupczik, Patrick Wilhelmy) dankt allen Teilnehmenden für das engagierte Sich-Einbringen und ist gespannt, wie die Impulse aus diesem ersten 3-Phasentag weitergetragen werden.