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1+1>2 Theologie konfessionell-kooperativ – Gender zwischen Ethik und Exegese.


Das verbindende Merkmal aller Projektseminare unter dieser Überschrift ist es, dass sie von konfessionell gemischten Lehrendentandems an der Universität Mainz geleitet werden und jeweils mit Religionskursen der gymnasialen Oberstufe kooperieren, indem die Schülerinnen und Schüler bereits vor Seminarbeginn theologische Fragen in einem Austausch mit den Lehrenden äußern, womit sich das konfessionell-kooperative Projektseminar, an dem Studierende aus beiden theologischen Fakultäten und interessierte Lehrkräfte beider Konfessionen teilnehmen, anschließend beschäftigt und eine adressatenbezogene Antwort in multimedialer Form erarbeitet. So entsteht die praxisnahe Möglichkeit, anhand eines relevanten und brisanten Themas des Religionsunterrichts in konfessionell-gemischten Arbeitsgruppen Einblicke in die konfessionell-kooperative Didaktik und Methodik zu bekommen.

Zum Thema: „Gender zwischen Ethik und Exegese“
Geschlecht ist mehr als nur eine biologische Größe. Geschlecht ist stets auch auf sozio-historische sowie materiell-kulturelle Kontexte bezogen, ja stellt gerade keine losgelöste Kategorie dar. Um diese zentrale Einsicht gezielt zu markieren, wird in der Forschung heute von gender, vom sozialen (nicht biologischen) Geschlecht gesprochen. Dadurch will man auf den Umstand hinweisen, dass sich das Geschlecht in ständiger Wechselwirkung mit vielfältigen Faktoren wie z.B. Ethnizität, Klasse/Arbeit, Kultur, Religion, Körper, Sexualität, Medizin oder Recht befindet.

Insofern besitzt das Geschlecht nicht nur für das Individuum eine recht prägende Bedeutung, sondern wird auch im Kontext politischer, rechtlicher, kirchlicher Debatten stets neu verhandelt. Gerade in letzterem Bereich trifft man dabei aber nach wie vor auf eine Menge an spezifisch theologischen sowie weiteren Argumenten, die versuch(t)en, sich biblisch zu begründen. Doch: Was genau steckt hinter diesen Argumenten? Inwiefern können diese Argumente überzeugen? Und welchen Anfragen sind sie ausgesetzt?

In diesem Seminar wollen sich eine katholische Moraltheologin und eine protestantische Bibelwissenschaftlerin diesem Verhältnis von Gender-Ethik-Exegese aus einer bewusst konfessionell-kooperativen Perspektive stellen. Gemeinsam mit den Teilnehmenden gilt es dabei, Geschlechterbilder, -beziehungen und -konflikte mit Hilfe von Einsichten aus der theologischen Ethik und der biblischen Exegese offen zu legen und miteinander ins Gespräch zu bringen.

Hinweis für Lehrkräfte: Es genügt die Anmeldung bei einem der beiden Institute EFWI oder ILF. Bitte bei Bedarf einen Übernachtungswunsch für den 16./17.12 2022 angeben.

Termine:
Do, 27. Okt. 2022, 18:15-19:45 Uhr (Vorbesprechung)
Fr, 16. Dez. 2022, 14:15-18:45 Uhr
Sa, 17. Dez. 2022, 09:00-17:00 Uhr
Fr, 20. Jan. 2023, 14:15-18:45 Uhr
Ihre Anmelderung erfolgt automatisch für alle 4 Veranstaltungstermine.

Schulart: Gymnasium, Integrierte Gesamtschule

Raum: Theologischer Fachbereich der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Wallstraße 7/7A, T1

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Leitung: EFWI-Direktorin Dr. A. Diesel, L. Kupczik
Dozenten: Prof. Dr. Dorothea Erbele-Küster ; Dr. Stephanie Elisabeth Höllinger

Weitere Informationen

Aktueller Status
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Schwerpunkt
Lernen, herausforderndes Verhalten

Organisation

Veranstaltungsart
Fortbildung
Fortbildungsart
Tagung (eintägig)
Leitung
Dr. Anja Angela Diesel
Dozent(en)
Lisa Kupczik
Termin(e)/Uhrzeit(en)
27.10.2022 | 18:15 - 19:45
16.12.2022 | 14:15 - 18:45
17.12.2022 | 09:00 - 17:00
20.01.2023 | 14:15 - 18:45

Anmeldung

Anmeldeschluss
Ohne Anmeldeschluss
Gültigkeitsbereich
landesweit

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