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Holocaust-Education in der Primarstufe? – Förderung der Empathiefähigkeit und Sensibilisierung für die eigene Handlungskompetenz als Lernziele in der Primarstufe


Holocaust-Education in der Primarstufe? Dieser Ansatz wirft viele Fragen auf… unter anderem, ob es in der Primarstufe nicht viel zu früh ist, um dieses Thema mit den Schüler*innen zu besprechen und auch, ob es nicht viel „wichtigere“ Themen gäbe.
Spannend ist, dass Untersuchungen ergeben haben, dass Nationalsozialismus und Holocaust für jüngere Kinder bereits Teil ihrer Lebenswelt sind – durch Nachrichten, Filme, Computerspiele, aber auch durch die Begegnung mit den Stolpersteinen in den Straßen, Denkmäler oder Gespräche unter Erwachsenen.
Verfolgt man dann die Entwicklung des Interesses und des Wissens von Kindern und Jugendlichen bezüglich dieser Thematik wird deutlich, dass besonders bei Jugendlichen ein‚ Übersättigungsgefühl festzustellen ist, welches im deutlichen Gegensatz zu dem tatsächlich vorhandenen Wissen steht. So sind nach einer Studie von 2017 nur 47% der befragten 14- bis 16-jährigen in der Lage, den Begriff ‚Auschwitz‘ richtig einzuordnen.
Angesichts dieser Forschungsergebnisse und des immer deutlich sichtbarer werdenden Antisemitismus in Deutschland und Europa stellt sich die Frage, wie Lehrkräfte dieser Herausforderung begegnen können.
Bei einer frühen Erstbegegnung mit dem Holocaust stehen die Förderung der Empathiefähigkeit und die Sensibilisierung für die eigene Handlungskompetenz im Mittelpunkt einer Holocaust-Education in der Primarstufe. Lernziele, die einen direkten Bezug zu der aktuellen Lebenswelt der Kinder darstellen.
In dieser Veranstaltung sollen dabei folgende Fragen geklärt werden…
• Welche Möglichkeiten gibt es, den Holocaust mit jüngeren Schülerinnen und Schülern zu thematisieren und wo sind die Grenzen der Thematisierung?
• Wie kann möglicherweise dem oben angesprochenen ‚Übersättigungsgefühl‘ entgegengewirkt werden?
• Und: Über welches fachdidaktische und fachliche Wissen muss ich als Lehrkraft verfügen und welche Materialien und didaktischen Zugänge sind für den Unterricht geeignet?
Auf Grundlage des Konzeptes der Internationalen Schule für Holocaust-Studien der Internationalen Gedenkstätte Yad Vashem (Jerusalem) werden fachliche und fachdidaktische Grundlagen der Holocaust-Erziehung in der Grundschule vermittelt. Im Weiteren gibt es dann die Möglichkeit, eigene Unterrichtsideen zu entwickeln, auf der Grundlage von Medien, Materialien und Lerngelegenheiten zu erarbeiten und im Anschluss die Umsetzungsmöglichkeiten zu reflektieren.

Für diese Veranstaltung wird ein Teilnehmerbeitrag von 25,00 Euro erhoben.

Teilnehmerkreis: Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen
Leitung: EFWI-Dozentin A. Deckwerth

Weitere Informationen

Aktueller Status
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Zielgruppen
Lehrerinnen und Lehrer
Schularten
Grundschule
Förderschule
Schwerpunkt
Lernen, herausforderndes Verhalten

Organisation

Veranstaltungsart
Fortbildung
Fortbildungsart
Kurs (mehrtägig)
Leitung
Anne Deckwerth
Veranstaltungsort
EFWI - Protestantisches Bildungszentrum
Butenschoen-Haus
Luitpoldstraße 8
76829 Landau
Termin(e)/Uhrzeit(en)
04.05.2022 | 10:00 - 18:00
05.05.2022 | 09:00 - 18:00
06.05.2022 | 09:00 - 13:00

Anmeldung

Anmeldeschluss
Ohne Anmeldeschluss
Gültigkeitsbereich
landesweit

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