Geschichte

Plurale Lehrerfort- und –weiterbildung

Bei der institutionellen Entwicklung der Lehrerfort- und –weiterbildung in den 1970er Jahren verzichtete Rheinland-Pfalz im Unterschied zu anderen Bundesländern auf ein staatliches Monopol in der Trägerschaft der Lehrerfortbildung. Zur Umsetzung eines pluralen Konzepts bot das Land den katholischen Diözesen und den evangelischen Landeskirchen an, mit staatlicher Unterstützung je ein Institut in katholischer und in evangelischer Trägerschaft zu gründen. Hintergrund dieses Angebots war das Ende der Konfessionsschule sowie der konfessionellen Lehrerausbildung.

Im Jahr 1972 gründeten die drei evangelischen Landeskirchen im Land Rheinland-Pfalz das EFWI. Damit nehmen die Kirchen neben ihrer besonderen Verantwortung für die Bildungsarbeit in Kirchengemeinden, eigenen Schulen sowie für den Religionsunterricht  ihre Mitverantwortung für den öffentlichen Bildungsauftrag im Bereich der Lehrerfort- und weiterbildung wahr. Gemeinsam mit dem Pädagogischen Landesinstitut und dem ILF (Institut für Lehrerfortbildung der katholischen Diözesen) in katholischer Trägerschaft verantwortet das EFWI die Lehrerfort- und -weiterbildung in Rheinland-Pfalz mit. Für das plurale Konzept ist der kritisch-konstruktive Diskurs konstitutiv. Dabei bringt jede Seite ihr eigenes Profil in die Kooperation ein.